Grundschule der Stadt Lütjenburg,
der Gemeinde Giekau und der Gemeinde Panker in Lütjenburg

 

Fachcurriculum Englisch

II Fachanforderungen Englisch Primarstufe

 

2. Kompetenzbereiche  

 

Es wird angestrebt, dass die Schülerinnen und Schüler am Ende der Jahrgangsstufe 4 das Niveau A1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen erreichen, wobei im Bereich des Hörverstehens und Sprechens das Niveau überschritten wird. Obwohl im Folgenden die Kompetenzerwartungen nach Bereichen aufgelistet sind, werden diese im Englischunterricht in wechselnden und miteinander verknüpften Kontexten und Lernsituationen erworben. Die funktionalen kommunikativen Kompetenzen unterteilen sich in die kommunikativen Fertigkeiten (2.1 – 2.5) und in die Verfügung über die sprachlichen Mittel (2.6), wobei den letzteren eine dienende Funktion zukommt.

 

2.1 Hörverstehen/Hör-Sehverstehen

Die Schülerinnen und Schüler entnehmen Äußerungen, Hörtexten oder Hör-Sehtexten, die auf vertrautem Wortschatz basieren, mit Unterstützung relevante Informationen, wenn die Gesprächspartner langsam und deutlich sprechen und bereit sind, zu helfen. · Sie verstehen häufig wiederkehrende classroom phrases. · Sie verstehen einfache Anweisungen und führen diese aus. · Sie erkennen einzelne Wörter und Wortfolgen wieder. · Sie erfassen den Inhalt von Liedern und Reimen und reagieren entsprechend gestisch und mimisch. · Sie entnehmen bevorzugt authentischen altersgemäßen Texten wesentliche Informationen.

 

2.2 Sprechen – an Gesprächen teilnehmen

Die Schülerinnen und Schüler verständigen sich in vertrauten Gesprächssituationen über bekannte Themen mit teilweise einfachen formelhaften Wendungen und gegebenenfalls auch unter Zuhilfenahme von Mimik und Gestik mit langsam und deutlich sprechenden Partnerinnen und Partnern. · Sie beteiligen sich an Unterrichtsgesprächen. · Sie wenden formelhafte, häufig genutzte Sätze situationsgerecht an. · Sie nehmen Kontakt auf und stellen/beantworten selbstständig Fragen zu Themen aus ihren unmittelbaren Erfahrungsbereichen. · Sie spielen kurze, geübte Dialoge nach. · Sie agieren in Rollenspielen mit bekanntem Wortschatz und bekannten Redemitteln.

 

2.3 Sprechen – zusammenhängendes Sprechen

Die Schülerinnen und Schüler teilen sich in vertrauten Situationen nach Vorbereitung mit formelhaften Wendungen oder gegebenenfalls auch selbstständig konstruierten einfachen Sätzen zusammenhängend mit. · Sie tragen einfache Texte auswendig vor oder lesen diese darstellend laut vor. · Sie nutzen vertraute formelhafte Wendungen und Sätze, um über sich selbst, andere Personen, Dinge und deren Eigenschaften aus ihrem unmittelbaren Umfeld sowie Handlungen und Gefühle zu sprechen.

 

2.4 Leseverstehen

Die Schülerinnen und Schüler verstehen lesend Wörter und Sätze und entnehmen sehr einfachen kurzen Texten mit vertrautem Wortschatz relevante Informationen. Folgende Textsorten können herangezogen werden: · Wörter, · Piktogramme, · schriftliche Aussagen und kurze Erklärungen auf Satzebene, · kommunikative Kurztexte.

 

2.5 Schreiben

Die Schülerinnen und Schüler schreiben mit Hilfe kurze einfach strukturierte Texte in kommunikativer Absicht (ab). Sie nutzen die lernunterstützende Wirkung des Schriftbildes für den eigenen Lernprozess, beispielsweise als Gedächtnisstütze.

 

2.6 Verfügung über sprachliche Mittel

Die Schülerinnen und Schüler verfügen über eine verständliche englische Aussprache, einen hinreichend großen Wortschatz und über grammatische Strukturen, um elementaren Kommunikationsbedürfnissen in vertrauten Situationen gerecht zu werden. Sie verwenden die grammatischen Strukturen soweit korrekt, dass die Verständlichkeit gesichert ist.

 

2.7 Interkulturelle Kompetenzen

Die Schülerinnen und Schüler sind neugierig auf Fremdes und aufgeschlossen für andere Kulturen.

 

5. Leistungsbewertung

 

Die Leistungsbewertung bezieht sich im Fach Englisch ausschließlich auf die Unterrichtsbeiträge der Schülerinnen und Schüler. Dabei werden alle kommunikativen Fertigkeiten (siehe 2.1 – 2.5) des Faches berücksichtigt. Da Hörverstehen und Sprechen im Unterricht die Schwerpunkte bilden, haben diese auch für die Bewertung ein höheres Gewicht.

 

Unterrichtsbeiträge

Zu den Unterrichtsbeiträgen zählen mündliche Leistungen als auch eine Vielzahl unterschiedlicher praktischer und schriftlicher Leistungen. Sie geben den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, Gelerntes in sinnvollen thematischen und inhaltlichen Zusammenhängen anzuwenden. Zum Beurteilungsbereich zählen alle Leistungen, die sich auf die Mitarbeit und Mitgestaltung im Unterricht oder im unterrichtlichen Kontext beziehen. Leistungsnachweise in der Grundschule sind beispielsweise das nonverbale Reagieren der Lernenden auf Sprache sowie das sprachliche (mündliche und/oder schriftliche) Reagieren. Auch die Leistungsentwicklung im Unterricht fließt in die Bewertung ein. Die Überprüfung der Sprechfähigkeit kann über Einzel-, Paar- oder Gruppengespräche erfolgen. Der kommunikativen Leistung der Aussagen wird größeres Gewicht beigemessen als der Korrektheit (gemäß dem Grundsatz message before accuracy).

 

Leistungsbewertung im Zeugnis

Die abschließende Leistungsbewertung im Zeugnis ermittelt die Lehrkraft auf der Basis aller fachdidaktischen Aspekte und der erreichten Kompetenzen.

 

( siehe S.12-13, S. 16 aus:  Fachanforderungen Englisch Primarstufe/ Grundschule  Schleswig-Holstein, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur,, Kiel , Juli 2018 )